Das Projekt findet seit September 2009 monatlich in den Räumen des Vereins Aufbruch Neukölln e.V. statt und wird von Pädagogen und Spezialisten verschiedener Fachgebiete begleitet. In Gesprächsrunden und Veranstaltungen zu praxisrelevanten Themen werden die Neuköllner verschiedener ethnischer Herkunft und Generationen sensibilisiert und lernen, offen über ihre Situation zu berichten. Das Projekt soll das Zusammenleben und die Kommunikation zwischen deutschen und Migrantenfamilien fördern und stärken. Migrantenfamilien, die im Norden des Bezirkes wohnen, treffen sich mit deutschen Familien aus dem Süden des Bezirkes.

Hierbei wird erreicht, dass vorhandene Vorurteile in gemeinsamen Gesprächen und Aktivitäten (z. B. gemeinsames Kochen, Frühstücken und Besuch von Kulturveranstaltungen) abgebaut werden. Gezielt sollen hierbei auch die deutschen Sprachkenntnisse der Teilnehmer mit Migrationshintergrund verbessert werden. Für viele Menschen im Bezirk ist dies die Möglichkeit, mit anderen Nationalitäten zusammen zu kommen und mögliche Ängste vor Fremdheit zu überwinden.

Die Themen und Aktivitäten werden von den Teilnehmern bestimmt und richten sich an der Interessenlage der Teilnehmer aus. Auch gemeinsame ehrenamtliche Tätigkeiten für ein besseres Zusammenleben in Neukölln werden aus dem Kreis der Teilnehmer vorgeschlagen und durchgeführt. Das Projekt ist erfolgreich, da es den Teilnehmern die kulturellen Eigenarten der verschiedenen Nationalitäten vermittelt und die Kommunikation unter den Neuköllnern verbessert.

Das Projekt wird von eine türkischen und einer arabischen Pädagogin betreut und geleitet. Beide Pädagoginnen verfügen über hervorragende Kenntnisse der Probleme der Frauen und Mütter mit türkischem und arabischem Migrationshintergrund und arbeiten seit Jahren in diesen Bereichen sehr erfolgreich.